Stadt Tour

 

Warendorfs Besonderheiten

Auf eine lange und erfolgreiche Geschichte der Pferdezucht und - ausbildung kann Warendorf seit Gründung des Landesgestüts von 1826 zurückblicken.
Mehrmals im Jahr weht internationales Flair durch die Straßen und Gassen von Warendorf, wenn die berühmten Hengstparaden oder Spring- und Dressur-Championate stattfinden. Pferdefreunde und Pferdeliebhaber sind Stammgäste in der Stadt an der Ems, nicht zuletzt wegen des einzigartigen Angebotes von Pony- und Reiterhöfen.

Doch Warendorf hat noch einiges mehr zu bieten. Kurzurlauber schätzen einen erholsamen Spaziergang in intakter Natur, während Wassersportler am nahegelegenen Emssee voll auf ihre Kosten kommen. Trubel in der Altstadt herrscht zum Beispiel im Oktober, wenn der "Fettmarkt" Trödler genauso in die Stadt lockt wie Liebhaber frisch geschabten Sauerkrautes. Typisch münsterländische Gerichte halten die Gastronomen in den vielen Lokalen und Restaurants in und um Warendorf bereit. Und je nach Geschmack und Geldbeutel auch ein gemütliche Unterkunft in einer der westfälischen Stuben oder im Komforthotel.

 

Rückblicke 

Bis in das 19. Jahrhundert ist Warendorf zweitgrößte Stadt des Bistums Münster und besitzt durch seine Lage an der wichtigsten Handelsstraße zwischen Frankfurt und den Seehandelsplätzen an Nord- und Ostsee große Bedeutung. Die ersten Siedlungsfunde gehen bis in das 7. Jahrhundert zurück, als es bereits eine altwestfälische Siedlung mit 200 Häusern gab. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wird die Stadt durch Pest und zahlreiche Brände arg in Mitleidenschaft gezogen und erlebt erst mit dem Textilhandel einen wirtschaftlichen Aufschwung. Das Warendorfer Leinen war von sehr hoher Qualität. Zum Beweis: der einzige Textilhändler, der auf der Weltausstellung in London 1851 seine Waren präsentieren darf, kommt aus Warendorf. Die Häuser der wohlhabenden Kaufmannschaft, die schlichten Fachwerkhäuser, aber auch das in Teilen erhaltene "Münstertor" aus dem 14. Jahrhundert prägen das heutige Stadtbild. Bei einem Rundgang sollte ein Besuch der barocken Klosterkirche der Franziskaner, der Laurentiuskirche und der Marienkirche nicht fehlen. Ebenfalls einen Abstecher wert: die Freckenhorster Stiftskirche, besser bekannt als der "Bauerndom des Münsterlandes."